Trockene Augen – Tipps für den Alltag
Trockene Augen können durch Bildschirmarbeit, trockene Luft und Kontaktlinsen verschlimmert werden. Einfache Maßnahmen helfen, die Beschwerden zu lindern.
Die 20-20-20-Regel
Bei jeder Bildschirmarbeit: alle 20 Minuten eine 20-sekündige Pause, während der Sie 20 Fuß (etwa 6 Meter) in die Ferne schauen. Dies gibt den Augen-Muskeln eine Erholung und stimuliert das Blinzeln.
Luftfeuchtigkeit erhöhen
Ein Luftbefeuchter im Büro und Schlafzimmer (optimale Luftfeuchte 40–60 %) reduziert die Verdunstungsrate des Tränenfilms. Direktes Anpusten durch Klimaanlagen oder Ventilatoren vermeiden.
Kunsttränen richtig nutzen
Benetzungstropfen ohne Konservierungsstoffe sind schonender und können häufiger verwendet werden (bei Bedarf 4–6 × täglich). Tropfen mit Konservierungsmittel sollten nicht öfter als 4 × täglich eingesetzt werden.
Omega-3-Fettsäuren
Eine Ernährung reich an Omega-3 (fetter Fisch, Leinsamen, Walnüsse) oder Nahrungsergänzungsmittel verbessern die Qualität der Lipidschicht des Tränenfilms und können bei Meibom-Drüsen-Dysfunktion helfen.
Lidhygiene
Warme Kompressen (2 × täglich 10 Minuten) gefolgt von leichter Lidmassage öffnen verstopfte Meibom-Drüsen und verbessern die Lipidschicht des Tränenfilms – besonders bei posteriorer Blepharitis.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die häufigsten Ursachen für trockene Augen?
Häufig sind verminderte Tränenproduktion, erhöhte Verdunstung durch Meibom-Drüsendysfunktion, lange Bildschirmzeiten, Medikamente sowie systemische Erkrankungen. Vor retinachirurgischen Eingriffen prüfen wir das Tränenfilm‑Bild gezielt.
Welche einfachen Maßnahmen und Therapien helfen?
Regelmäßiges Blinzeln, 20‑20‑20‑Regel, konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel, warme Kompressen und Lidhygiene. Bei Resistenz: Punctum‑Verschlüsse, topische Immunmodulatoren, IPL oder autologes Serum nach individueller Abklärung.
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