Gesunder Schlaf – Warum Schlaf Medizin ist
Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist entscheidend für Immunsystem, Herzgesundheit, Hirnfunktion und emotionale Stabilität.
Warum schlafen wir?
Im Schlaf läuft ein komplexes Reparatur- und Konsolidierungsprogramm: Das Gehirn entsorgt Toxine (Alzheimer-assoziierte Beta-Amyloid-Plaques), konsolidiert Erinnerungen, reguliert Hormone und das Immunsystem regeneriert sich.
Schlafmangel: weitreichende Folgen
Chronisch unter 6 Stunden Schlaf erhöht das Risiko für Herzerkrankungen um 48 %, Diabetes um 36 %, Depression um 60 % und vermindert kognitive Leistung, Reaktionszeit und Immunabwehr.
Schlafhygiene
Feste Schlafzeiten (auch am Wochenende), kühles dunkles Zimmer (18-20°C), kein Blaulicht 1 Stunde vor dem Schlafen, keine Koffein nach 14 Uhr, entspannende Abendrituale – diese Maßnahmen verbessern nachweislich die Schlafqualität.
Schlafstörungen
Insomnie, Schlafapnoe, Restless-Legs-Syndrom und zirkadiane Rhythmusstörungen sind behandelbare Erkrankungen. Schlafapnoe verdoppelt das Herzinfarktrisiko und sollte durch einen Schlafspezialisten abgeklärt werden.
Schlaf und Augen
Schlafentzug verursacht Augenermüdung, trockene Augen und kann Lidzuckungen (Myokymie) auslösen. Im REM-Schlaf erholen sich Tränenfilm und Hornhautepithel. Glaukompatienten sollten Schlafapnoe ausschließen lassen, da diese den Augeninnendruck erhöht.
Grippe vorbeugen – praktische Tipps
Grippe lässt sich nicht vollständig vermeiden, aber das Ansteckungsrisiko und ein schwerer Verlauf können mit einfachen Maßnahmen deutlich reduziert werden.
Warum wir so leicht Grippe bekommen
Nicht jeder reagiert gleich auf denselben Virus. Die Unterschiede liegen in Viruslast, Schleimhautbarrieren, Immungedächtnis, Genetik, Schlaf, Stress und Ernährung.
Ernährung bei Grippe – Was wirklich hilft
Bei Grippe ist die Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Erholung. Flüssigkeit, Nährstoffe und bestimmte Lebensmittel können die Genesung beschleunigen.
