Amnionmembran-Implantation
Verwendung von Amnionmembrangewebe zur Förderung der Heilung bei schweren Hornhaut- und Bindehauterkrankungen.
Was ist Amnionmembran?
Die Amnionmembran (AM) ist die innerste Schicht der Plazenta und hat ausgeprägte anti-entzündliche, anti-angiogene und wundheilungsfördernde Eigenschaften. In der Ophthalmologie wird sie als biologisches Transplantat eingesetzt.
Indikationen
Indikationen umfassen: persistierende Hornhautepithel-Defekte, schwere trockene Augen (Stevens-Johnson, OCP), Verätzungen und Verbrennungen des Auges, Bindehautnarben, Limbus-Stammzellinsuffizienz und nach Pterygium-Entfernung.
Formen der Anwendung
Die AM kann dauerhaft transplantiert (genäht) oder als temporärer biologischer Verband (Amnioring, Prokera) auf das Auge aufgebracht werden. Gefriergetrocknete und frische AM sind verfügbar.
Ablauf
Die Implantation erfolgt unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose je nach Ausmaß der Erkrankung. Bei temporären Verbänden (Prokera) wird die AM mit einem Ring auf dem Auge befestigt und nach 2–4 Wochen entfernt.
Ergebnisse
Die AM beschleunigt die Epithelheilung, reduziert Entzündungen und Vaskularisierung und verbessert die Sehprognose bei schweren Oberflächenerkrankungen des Auges deutlich.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
