Augendruck – Was Sie wissen müssen
Erhöhter Augeninnendruck ist ein Hauptrisikofaktor für Glaukom. Was ist normaler Augendruck, wie wird er gemessen und was kann man tun?
Was ist Augeninnendruck?
Der Augeninnendruck (IOD) entsteht durch das Gleichgewicht zwischen Produktion und Abfluss von Kammerwasser. Normalwerte liegen zwischen 10 und 21 mmHg. Höhere Werte erhöhen das Risiko einer Sehnervschädigung.
Wie wird er gemessen?
Die Tonometrie misst den Augeninnendruck. Am häufigsten: Non-Contact-Tonometrie (Luftstoß), Goldmann-Applanationstonometrie (Goldstandard, am Spaltlampenmikroskop) und iCare-Tonometrie (rebound).
Hoher Augendruck = Glaukom?
Nicht zwingend: Etwa 50 % der Glaukompatienten haben anfangs normalen Druck (Normaldruckglaukom). Umgekehrt haben viele Menschen mit erhöhtem Druck kein Glaukom (okuläre Hypertension). Eine vollständige Untersuchung ist entscheidend.
Einflussfaktoren
Messzeit (morgens oft höher), Hornhautdicke (dicke Hornhaut = überschätzte Werte), Tagesrhythmus, Körperlage, Koffein, bestimmte Medikamente und körperliche Aktivität beeinflussen den Druck.
Was tun bei erhöhtem Augendruck?
Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt, ggf. drucksenkende Augentropfen, aerobe Bewegung (Ausdauersport senkt den IOD um 2–3 mmHg), ausreichend Schlaf und Stressreduktion.
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