Vitreoretinale Chirurgie (Vitrektomie)
Ein Eingriff, bei dem der Glaskörper entfernt wird, um Schäden im hinteren Augenabschnitt zu reparieren und Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen zu behandeln.
Was ist eine Vitrektomie?
Bei der Vitrektomie (pars-plana-Vitrektomie, PPV) wird der Glaskörper (Glaskörpergel) des Auges chirurgisch entfernt und durch eine Tamponade (Kochsalzlösung, Gas, Silikonöl) ersetzt. Sie ermöglicht den Zugang zum hinteren Augenabschnitt.
Indikationen
Häufige Indikationen sind: Netzhautablösung, proliferative diabetische Retinopathie, Glaskörperblutung, epiretinale Membran (Makulapucker), Makulaloch, subretinale Blutung, Fremdkörper im Auge und Endophthalmitis.
Ablauf
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose oder Lokalanästhesie. Durch drei kleine Schnitte (0,5 mm) werden Instrumente eingeführt: eine Lichtquelle, ein Schneidegerät (Vitrektom) und ein Spülsystem. Das Glaskörpergel wird abgesaugt und die Netzhautpathologie behandelt.
Tamponade
Nach der Vitrektomie wird das Augeninnere je nach Befund mit Kochsalzlösung, Gas (SF6, C3F8) oder Silikonöl gefüllt. Bei Gastamponade muss der Patient eine bestimmte Kopfposition einhalten; Silikonöl wird meist nach einigen Monaten entfernt.
Erholung und Ergebnisse
Die Erholungszeit beträgt je nach Eingriff 2–8 Wochen. Das Sehvermögen verbessert sich schrittweise. Bei rechtzeitiger Behandlung einer Netzhautablösung können 80–90 % der Fälle erfolgreich anatomisch wiederangelegt werden.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
