Skleralfixierte Intraokularlinse
Implantation einer Kunstlinse an der Lederhaut bei Patienten, die keine normale Linsenkapseln mehr haben.
Was ist eine skleralfixierte IOL?
Eine skleralfixierte Intraokularlinse (sf-IOL) wird durch Nähte oder Haptik-Fixierung direkt an der Lederhaut (Sklera) befestigt. Sie kommt zum Einsatz, wenn kein ausreichender Kapselsackanteil mehr vorhanden ist.
Indikationen
Typische Indikationen sind: IOL-Dislokation nach Kataraktoperation, Kapselsackruptur, Marfan-Syndrom, Pseudoexfoliationssyndrom mit subluxierter Linse und Fehlen des Kapselsacks nach Vitrektomie.
Operationsverfahren
Moderne Techniken (z.B. Yamane-Technik, Carlevale-Linse, Flanged-Fixation) verwenden nahtlose intraskleral-fixierte Haptiken. Sie sind weniger komplikationsanfällig als ältere Naht-Techniken.
Erholung und Ergebnisse
Die Erholungszeit beträgt 4–8 Wochen. Das visuelle Ergebnis ist bei korrekter Positionierung oft sehr gut. Regelmäßige Nachkontrollen sind wichtig, um Komplikationen wie IOL-Tilting oder Druckanstieg zu erkennen.
Risiken
Mögliche Komplikationen: IOL-Verkippung, Hypotonie, Vitrektomie-assoziierte Risiken (Netzhautablösung, Makulaödem), Infektion. Erfahrene Chirurgen minimieren diese Risiken erheblich.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine sklerale Linsenfixation?
Ein chirurgisches Verfahren, bei dem die intraokulare Linse an der Sklera befestigt wird, wenn keine Kapselstütze vorhanden ist; ausgeführt unter Beachtung der posterioren Segmentintegrität durch vitreoretinale Chirurgen.
Wer ist geeignet und welche Risiken bestehen?
Geeignet sind Patienten mit fehlender oder beschädigter Linsenkapsel, bei denen andere Optionen nicht möglich sind. Risiken umfassen Blutung, Infektion, Nahtprobleme und Netzhautablösung; engmaschige Nachsorge ist erforderlich.
