Schieloperation (Strabismus-Chirurgie)
Chirurgische Korrektur des Schielens durch Verkürzen oder Verlängern der Augenmuskeln, um die Augenausrichtung zu verbessern.
Was ist Strabismus-Chirurgie?
Die Schieloperation korrigiert die Fehlstellung der Augen (Strabismus), indem die Augenmuskeln chirurgisch angepasst werden. Ziel ist die parallele Ausrichtung beider Augen für binokulares Sehen und ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild.
Operationsverfahren
Je nach Schieltyp werden Augenmuskeln verkürzt (Resektion) oder nach hinten verlagert (Rücklagerung). Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, dauert 30–90 Minuten und wird ambulant durchgeführt.
Zeitpunkt der Operation
Bei Kindern sollte die Operation möglichst früh erfolgen (vor dem 6. Lebensjahr), um Amblyopie zu verhindern und binokulares Sehen zu fördern. Erwachsene können ebenfalls operiert werden, um Doppelbilder und ästhetische Beschwerden zu beheben.
Erholung
Das Auge ist nach der Operation gerötet und kann einige Tage schmerzen. Eine Brille oder Abdecktherapie kann weiterhin nötig sein. Das endgültige Ergebnis ist nach 6–8 Wochen beurteilbar. Gelegentlich ist eine zweite Operation nötig.
Ergebnisse
Die Erfolgsrate bei der Schieloperation liegt bei 70–80 % nach dem ersten Eingriff. Mögliche Komplikationen sind Über- oder Unterkorrektur, Infektion und – sehr selten – Perforation des Augapfels.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
