Retinale Stammzelltherapie
Experimentelle Behandlung von Netzhautdegeneration und Makulaerkrankungen durch Transplantation von Stammzellen oder Stammzell-abgeleiteten Netzhautzellen.
Was ist retinale Stammzelltherapie?
Die retinale Stammzelltherapie ist ein aufkommendes Feld der regenerativen Medizin, das darauf abzielt, degenerierte Netzhautzellen (insbesondere retinale Pigmentepithelzellen und Photorezeptoren) durch Transplantation von Stammzellen oder daraus abgeleiteten Zellen zu ersetzen.
Zielerkrankungen
Hauptziele sind die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), Stargardt-Erkrankung (juvenile Makuladystrophie), Retinitis Pigmentosa und andere erbliche Netzhautdystrophien, für die es bisher keine Heilung gibt.
Stammzellquellen
Verwendete Stammzellen umfassen embryonale Stammzellen (ESC), induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC, aus eigenem Gewebe des Patienten), retinale Progenitorzellen und mesenchymale Stammzellen.
Aktueller Stand der Forschung
Mehrere klinische Studien (Phase I/II) weltweit haben die Sicherheit der RPE-Zelltransplantation bestätigt. Einige Studien zeigen visuelle Verbesserungen, aber langfristige Ergebnisse und Wirksamkeit bei Photorezeptor-Erkrankungen werden noch untersucht.
Gentherapie als Ergänzung
Für bestimmte genetische Netzhauterkrankungen (z.B. RPE65-Mutation, RPGR-Mutation) wurde die Gentherapie (Luxturna) bereits zugelassen. Stammzelltherapie und Gentherapie ergänzen sich als künftige Behandlungsoptionen.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
