Ptosis-Korrektur (Lidhebung)
Chirurgische Korrektur des herabhängenden Oberlids (Ptosis) durch Raffung oder Neuverankerung des Lidhebermuskels.
Was ist Ptosis?
Ptosis bezeichnet das Herabhängen des Oberlids, das durch eine Schwäche oder Fehlinsertion des Lidhebermuskels (Levator palpebrae) entsteht. Sie kann angeboren oder erworben sein und das Sehen einschränken oder ästhetisch störend sein.
Ursachen
Ursachen sind angeborene Muskelschwäche, Alterung (Aponeurosedehiszenz), neurologische Erkrankungen (z.B. Horner-Syndrom, Okulomotorius-Parese), mechanische Ursachen (Tumore, Narben) oder als Nebenwirkung von Kontaktlinsen.
Operative Verfahren
Bei moderater Levator-Funktion wird die Levator-Aponeurose gerafft oder reinsertiert (Levator-Resektion). Bei schlechter Levator-Funktion wird ein Frontalmuskel-Suspensionsfaden eingesetzt, der das Lid am Stirnmuskel aufhängt.
Ablauf und Erholung
Der Eingriff erfolgt meist unter Lokalanästhesie und dauert 30–60 Minuten. Schwellung und Asymmetrie in den ersten Wochen sind normal; das Endergebnis ist nach 3 Monaten beurteilbar.
Risiken
Mögliche Risiken sind Über- oder Unterkorrektur, Asymmetrie, Hornhautkomplikationen durch unvollständigen Lidschluss (Expositionskeratopathie) und Narbenbildung. Bei Kindern ist die rechtzeitige Korrektur zur Amblyopie-Prävention besonders wichtig.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
