Argon-Laser (Netzhautlaser)
Laserbehandlung der Netzhaut (Argon-Laser) zur Behandlung von Netzhautlöchern, diabetischer Retinopathie und anderen vaskulären Netzhauterkrankungen.
Was ist der Argon-Laser?
Der Argon-Laser emittiert grünes Licht (514 nm), das von Hämoglobin und Melanin absorbiert wird und so präzise thermische Koagulation von Netzhautgewebe ermöglicht. Er ist ein Standardwerkzeug in der Netzhautchirurgie.
Indikationen
Häufige Indikationen: Netzhautlöcher und -risse (prophylaktische Laserkoagulation), proliferative diabetische Retinopathie (panretinale Photokoagulation, PRP), Venenverschlüsse (sektorale Laserkoagulation), Makulaödem (fokale Laserbehandlung) und Retinopathia centralis serosa.
Ablauf
Das Auge wird betäubt und weitgetropft. Ein Kontaktglas wird am Auge angelegt. Der Laser wird mit einer Spaltlampe präzise auf die Netzhaut geleitet. Je nach Indikation werden Hunderte bis Tausende von Laserherden gesetzt (PRP). Der Eingriff dauert 15–30 Minuten.
Wirkung und Ergebnisse
Laserkoagulation vernetzt Netzhautgewebe und erzeugt Narben, die Netzhautlöcher abdichten, krankhaftes Gefäßwachstum hemmen und ischämisches Gewebe zerstören. Bei diabetischer Retinopathie verringert PRP das Risiko schwerer Sehverschlechterung um 50 %.
Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen: vorübergehende Sehverschlechterung, Gesichtsfeldeinschränkungen (peripher), vermindertes Nachtsehen und Farbsehen nach ausgedehnter PRP. Diese sind oft tolerierbar angesichts des Nutzens.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
