Angeborene Tränenwegobstruktion – Behandlung
Behandlung der angeborenen Tränenwegobstruktion bei Säuglingen durch Massage, Sondierung oder operative Eingriffe.
Was ist angeborene Tränenwegobstruktion?
Die angeborene Tränenwegsobstruktion (NLDO) entsteht durch eine Membran, die das untere Ende des Tränennasenkanals verschließt. Sie betrifft etwa 5–10 % aller Neugeborenen und äußert sich durch Tränenfluss und Schleimabsonderung.
Konservative Behandlung: Massage
Die Crigler-Massage (Massage über dem Tränensack nach unten) kann den Druck erhöhen und die Membran öffnen. Sie wird 3–4 × täglich durchgeführt. Bei 90 % der Kinder bildet sich die Obstruktion bis zum 1. Lebensjahr spontan zurück.
Sondierung
Wenn die Obstruktion bis zum 12–18. Monat persistiert, wird eine Sondierung (Intubation mit einer dünnen Metallsonde) unter Kurznarkose durchgeführt. Erfolgsrate: 75–90 %.
Ballondilatation und Stent
Bei Versagen der einfachen Sondierung kann eine Ballondilatation des Tränenwegs oder ein Silikonschlauch (Stent) eingelegt werden, um den Weg offen zu halten.
DCR bei Kindern
Bei anhaltender Obstruktion trotz Sondierungen wird eine DCR (externe oder endoskopische Dakryozystorhinostomie) empfohlen, typischerweise ab dem 4. Lebensjahr.
Diese Seite dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Untersuchung. Der geeignete Ansatz wird gemeinsam nach einer Augenuntersuchung bestimmt.
